Eine aktuelle azur-Bewerberumfrage zeigt, dass der überwiegende Teil der Nachwuchsjuristinnen und -juristen nach dem Examen den Berufseinstieg in einer Kanzlei plant: Rund vier von fünf Befragten wollen dort starten, knapp die Hälfte sogar in einer Großkanzlei. Realistische Erwartungen prägen das Bild: Die Teilnehmenden rechnen mit anspruchsvollen Mandaten und einer hohen Arbeitsbelastung und planen im Schnitt etwa 53 Arbeitsstunden pro Woche. Beim Gehalt kalkulieren sie mit durchschnittlich 95 800 Euro Jahresbrutto, während in Wirtschaftskanzleien inzwischen rund 120 000 Euro gezahlt werden. Bei der Arbeitgeberwahl bleibt das Betriebsklima das wichtigste Kriterium, doch das Gehalt holt auf und wird inzwischen von 17,6 Prozent der Befragten als entscheidender Faktor genannt. Insgesamt suchen junge Juristinnen und Juristen ein ausgewogenes Gesamtpaket aus respektvollem Arbeitsumfeld, verlässlichen Perspektiven und einer Vergütung, die zum Arbeitspensum passt.
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Personalberaterin Saskia Kummerow beschreibt im Interview mit LTO die Lage am juristischen Arbeitsmarkt. Obwohl sinkende Absolventenzahlen und eine Pensionierungswelle den Markt grundsätzlich zum Arbeitnehmermarkt machen, dämpft die schwache Wirtschaftslage die Einstellungsbereitschaft von Kanzleien und Unternehmen, sodass Bewerberinnen und Bewerber mehr Geduld und mehrere Bewerbungen einplanen müssen. Chancen bieten vor allem Arbeitsrecht, Immobilien-, Bau- und Datenschutzrecht sowie Insolvenzrecht und alle Themen rund um KI und Legal Tech; weniger dynamisch sind dagegen Massenverfahren, Gesellschaftsrecht und M&A. Gute Noten bleiben wichtig, doch Kummerow betont, dass Teamfit, Motivation, ein routinierter Umgang mit Künstlicher Intelligenz und klare Kommunikation im Bewerbungsprozess zunehmend über den Zuschlag entscheiden – viele Verfahren scheitern, weil wochenlang keine Rückmeldung erfolgt. Außerdem führt der Einsatz von KI zu Produktivitätsdruck und die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Arbeitgeber ab Mitte 2026, Gehaltsspannen vor dem Vorstellungsgespräch offen zu legen. … [Weiterlesen auf lto.de]
Hengeler Mueller zählt zu den profitabelsten Kanzleien Deutschlands. Was sie zu dem macht, was sie ist, erklärt Dr. Rainer Krause, Co-Managing-Partner der Großkanzlei, in einem Interview mit Juve. In Sachen Juristennachwuchs macht ihnen so schnell keiner etwas vor. So betreut sie jedes Jahr rund 350 Rechtsreferendare und wissenschaftliche Mitarbeiter. In diesen top-qualifizierten Nachwuchs wird viel investiert – in dessen Ausbildung sowie in die Bindung junger Anwälte… [Weiterlesen auf azur-online.de]
In Rheinland-Pfalz werden ungefähr 60% Richterinnen und 40% Richter eingestellt. Doch diese Zahlen kehren sich um, wenn es um die Beförderung geht. Marliese Dicke, Präsidentin des OLG Koblenz, gründete im Rahmen der OLG-Präsidentenkonferenz eine Arbeitsgruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den weiblichen Anteil in Führungspositionen zu erhöhen. Sie selbst hat eine steile Karriere hingelegt: Leiterin des Landesprüfungsamts für Juristen, Präsidentin des LG Mainz, Präsidentin des LG Koblenz und nun Präsidentin des OLG Koblenz… [Weiterlesen auf lto.de]
Laut Dr. Geertje Tutschka (Juristin, Beraterin, Coach, Präsidentin der ICF und Autorin des Fachbuchs „Kanzleigründung und Kanzleimanagement“) gibt es fünf gute Gründe, es sich mit einer Kanzleigründung ganz genau zu überlegen. Denn einiges spricht dagegen. So einfach ist das heutzutage nicht, denn eine erfolgreiche Kanzleigründung und -führung ist komplexer geworden. Das muss man schon wollen. Da wäre zum einen das nur begrenzte Wissen, was Unternehmerdinge betrifft. So können nur 1/3 der Kanzleiinhaber auf betriebwirtschaftliches Know-How zurückgreifen, jeder Achte kennt sich mit diesen Themen überhaupt nicht aus… [Weiterlesen auf haufe.de]
Der erste Eindruck zählt. Egal, ob der potenzielle Arbeitgeber direkt vor einem sitzt oder man nur mit Hilfe eines Bildschirms verbunden ist. Steht ein Vorstellungsgespräch an, sollten inhaltliche Vorbereitung getroffen und sich über ein paar Äußerlichkeiten Gedanken gemacht werden. Was ziehe ich an? Was sagt meine Haltung über mich aus? Obwohl bei einem Videochat der Arbeitgeber in spe zumindest optisch ein eingeschränkteres Bild des Bewerbers bekommt, müssen doch einige Dinge beachtet werden. Und das sind plötzlich ganz andere als bei einem konservativen Gespräch… [Weiterlesen auf beck-stellenmarkt.de]




