Victor Justus Messerschmidt verbindet seinen juristischen Berufsweg mit einer ungewöhnlichen künstlerischen Prägung: Als Kind war er Wiener Sängerknabe, später studierte er Jura in Freiburg und Hamburg. Im Interview beschreibt er, wie internationale Praktika, eine Wahlstation im Bereich geistiges Eigentum und ein LL.M. im Kunstrecht in Rom sein Interesse an Kunstrecht und Art Advisory vertieft haben. Heute möchte er klassische anwaltliche Arbeit mit Kunstberatung verbinden und dabei juristische, wirtschaftliche und kulturelle Perspektiven zusammenbringen. Seine neu gegründete Plattform soll Akteure des Kunstmarkts vernetzen und den bislang eher geschlossenen Markt zugänglicher machen. Ab September arbeitet er als Projektanwalt in Kanzleien und betreut Mandate im Kunst-, Presse- und Urheberrecht. [Weiterlesen auf lto.de]
Ein geschäftlicher Abend kann nach dem Essen in einer Bar weitergehen, ohne dass dabei die berufliche Distanz verloren gehen muss. Entscheidend ist, auf die Einladung des Gastgebers angemessen zu reagieren, bei Ortswahl und Getränken zurückhaltend zu bleiben und den lockeren Rahmen nicht mit Privatheit zu verwechseln. Der Beitrag betont, dass Verhalten gegenüber Servicepersonal, der bewusste Umgang mit Alkohol und der Verzicht auf ständiges Smartphone-Nutzen viel über Professionalität aussagen. Auch beim Bezahlen und beim rechtzeitigen Aufbruch kommt es auf Diskretion, Timing und Verlässlichkeit an. Gute Umgangsformen werden damit als praktischer Karrierefaktor beschrieben, der gerade Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern Sicherheit gibt. [Weiterlesen auf LTO.de]
Julian Hüneburg wechselte nach mehreren Jahren im Polizeidienst Schritt für Schritt in die juristische Laufbahn. Während seiner Vollzeitstelle absolvierte er ein Jurastudium im Fernstudium, bereitete sich später gezielt auf das Examen vor und promovierte anschließend im Gesellschaftsrecht. Im Interview schildert er, wie Organisation, ein klares Ziel und berufliche Erfahrung ihm halfen, die Belastung aus Arbeit, Studium und Referendariat zu bewältigen. Heute arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Linklaters und sieht seine Zukunft voraussichtlich in der Großkanzlei. Sein Weg zeigt, dass auch ein später oder ungerade verlaufender Einstieg in die Anwaltschaft realistisch sein kann, wenn Motivation und Planung zusammenpassen. [Weiterlesen auf lto.de]
Selbstdisziplin ist im juristischen Alltag keine angeborene Charaktereigenschaft, sondern trainierbare Kompetenz. Gerade Rechtsanwältinnen, Richter und andere Juristinnen und Juristen arbeiten häufig unter Fristendruck, mit Unterbrechungen und hoher kognitiver Belastung, was konzentriertes Handeln erschwert. Entscheidend sind deshalb konkrete Ziele, feste Routinen, ein schneller Arbeitsbeginn ohne langes Grübeln und vorbereitete Wenn-Dann-Pläne für typische Störungen. Ebenso wichtig ist der Schutz eigener Ressourcen durch Schlaf, Pausen und ein klares persönliches Wofür. Wer Selbstdisziplin so versteht, kann den Berufsalltag gesünder strukturieren und zugleich die Qualität der juristischen Arbeit verbessern.
Es ist eine Wende auf dem juristischen Arbeitsmarkt zu spüren: Künstliche Intelligenz, wirtschaftliche Unsicherheit und zurückhaltendere Einstellungen setzen Bewerberinnen und Bewerber stärker unter Druck. Wirtschaftskanzleien stellen weniger ein und wählen genauer aus, weil sich ihre Anforderungen an Nachwuchsjuristinnen und Nachwuchsjuristen verändern. Selbst sehr gut qualifizierte Berufseinsteiger können Traumjob, hohes Gehalt und optimale Arbeitszeiten nicht mehr selbstverständlich erwarten. Für junge Juristinnen und Juristen wird es dadurch wichtiger, Bewerbungen strategisch vorzubereiten, berufliche Optionen realistisch zu prüfen und Kompromissbereitschaft mit einem klaren Karriereprofil zu verbinden. [Weiterlesen auf azur.de]
Juristinnen und Juristen sollten ihr Gehalt nicht allein über gute Arbeit steigen lassen, sondern müssen Verhandlungen aktiv vorbereiten. Gerade beim Berufseinstieg kann ein zu niedrig angesetztes Anfangsgehalt langfristig nachwirken, weil spätere Erhöhungen häufig darauf aufbauen. Empfohlen werden klare Leistungsnachweise, ein realistischer Marktwert, eine bewusst gesetzte Einstiegsforderung sowie Alternativen wie Fortbildungen, Urlaubstage oder flexible Arbeitszeiten. Wichtig ist außerdem, den Verhandlungsstil an die jeweilige Führungsperson anzupassen und Zusagen oder nächste Schritte verbindlich festzuhalten. Der Beitrag macht deutlich, dass Verhandeln keine reine Talentfrage ist, sondern eine berufliche Routine, die Juristen gezielt trainieren können. [Weiterlesen auf LTO.de]








