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  / Rechtsanwaltschaft
azur Awards 2026: Clifford Chance zum Arbeitgeber des Jahres gekürt

Bei den azur Awards 2026 sicherte sich Clifford Chance die Auszeichnung als Arbeitgeber des Jahres. In der azur‑Umfrage erhielt die Großkanzlei Bestnoten für Arbeitsatmosphäre, Teamzusammenhalt und Kanzleikultur; hervorgehoben wurden die anspruchsvolle Ausbildung, eigenverantwortliche Projekte, frühe Gerichtserfahrung und ein internationales Vernetzungsprogramm. Den Preis für Karriereförderung gewann Poellath, das zwölf neue Partner und Counsel aus den eigenen Reihen ernannte und Berufseinsteigern 600 Stunden Training sowie ein erweitertes Non‑Legal‑Skills‑Programm bietet. Der Innovationspreis ging an Osborne Clarke für ein KI‑Secondment, bei dem Nachwuchsjuristen mehrere Monate mit Legal Engineers und Produktmanagern an KI‑Systemen arbeiten. Mit dem Regionalpreis wurde die Münchner Kanzlei Lark ausgezeichnet, die mit flexiblen Arbeitszeiten, Top‑Noten für Gehalt und Work‑Life‑Balance sowie einem umfassenden Ausbildungs‑ und Mentoringkonzept überzeugt. [Weiterlesen auf www.azur-online.de]

  / Jobeinstieg
Rechtsabteilungen drosseln Neueinstellungen 2026

In den JUVE‑Inhouse ‑ Umfrageergebnissen wurden 2025 nur noch 52 % der Rechtsabteilungen mit neuen Juristen verstärkt – der niedrigste Wert seit Beginn der Befragung, und fast jede fünfte Abteilung baute sogar Stellen ab. Für 2026 planen nur 29 % der befragten Unternehmensjuristen, neue Volljuristinnen und -juristen einzustellen; bei Fachkräften rechnet lediglich jede zehnte Abteilung mit Wachstum, weshalb General Counsel steigende regulatorische Anforderungen ohne Personalausbau bewältigen müssen. Statt auf Neueinstellungen setzen viele Teams auf Effizienz: Sie qualifizieren Assistenzen weiter, schulen Volljuristen in nichtjuristischen Kompetenzen und holen IT Spezialisten ins Team, um Legal Tech Lösungen stärker zu nutzen. Die durchschnittliche Größe und Struktur von Rechtsabteilungen variiert stark – Großunternehmen beschäftigen im Schnitt 31 Volljuristen, bei Mittelständlern sind es häufig nur fünf oder weniger; fast alle Chefjuristen berichten direkt an CEO oder CFO, was ihre strategische Rolle trotz knapper Ressourcen unterstreicht. Insgesamt zeigt sich ein Muster der Zurückhaltung: Sowohl Rechtsabteilungen als auch Kanzleien reduzieren Neueinstellungen, während einzelne Sozietäten wie Hengeler Mueller ihre Zahlen stabil halten, dominieren Effizienzprogramme, Fortbildung und der Ausbau von Legal Tech die Agenda. [Weiterlesen auf www.juve.de]

  / Juristenausbildung
Bucerius-Studie: KI und Nachwuchsmangel sorgen für Leistungslücke im Rechtsmarkt

Eine Studie der Bucerius Law School zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) die Transformation von Kanzleien und Rechtsabteilungen in beispiellosem Tempo beschleunigt, während steigende Rechtskomplexität, fehlender Nachwuchs und eine bevorstehende Pensionierungswelle zu einer wachsenden Leistungslücke führen. Laut Studie haben in den vergangenen zehn Jahren die rechtlichen Anforderungen um über 20 % zugenommen, die Zahl der Zulassungen stagniert dagegen; Wirtschaftskanzleien überdenken deshalb Geschäfts- und Preismodelle und passen ihre Organisation an. Neue Rollenprofile mit Schnittstellenkompetenzen – sogenannte Legal Connectors – sollen juristische und technische Kompetenzen verbinden, erfordern aber gezieltes Change-Management und bieten bislang kaum etablierte Karrierepfade. Als größte Hürden für eine effiziente KI‑Adaption identifiziert die Studie regulatorische Vorgaben, fehlendes Know‑how, den Erfolg traditioneller Modelle und die Angst vor Veränderung. Gleichzeitig wandeln sich Rechtsabteilungen von reaktiven Schutzschildern zu strategischen Aktivposten, die dank digitaler Tools Risiken frühzeitig erkennen und Unternehmen aktiv steuern. [Weiterlesen auf www.azur-online.de]

  / Jobeinstieg
Wissenschaftliche Mitarbeit – Sprungbrett in die Kanzlei

Anfängliche Enttäuschung über massenhafte WiMi‑Entlassungen während der Corona‑Pandemie weicht in Kanzleien einer neuen Wertschätzung wissenschaftlicher Mitarbeit: Viele Wirtschaftskanzleien verlassen sich im Alltag auf hunderte WiMis und behandeln sie wieder als wichtigen Teil der Nachwuchsförderung. Für zahlreiche Studierende ist diese Tätigkeit mehr als ein Nebenjob: sie lernen Teams und Mandatsarbeit kennen, beteiligen sich an Recherche und werden in gemeinsame Veranstaltungen eingebunden. Die Bandbreite der Aufgaben reicht von einfacher Zuarbeit bis zur inhaltlichen Vorbereitung von Gutachten, und Partner wie Dr. Dombert betonen, dass das gemeinsame Arbeiten Mandanten, Mitarbeitern und Anwälten gleichermaßen nutzt. Da Associates inzwischen Einstiegsgehälter von 150.000 Euro oder mehr erhalten, gelten auch WiMi‑Gehälter als adäquat und manche Kanzleien fördern Promotionsvorhaben. Wenn die Nachwuchsjuristen über mehrere Jahre bleiben, erleichtert das gegenseitige Kennenlernen den späteren Übergang in eine feste Anstellung.
Weiterlesen auf azur-online.de: www.azur-online.de/beruf-karriere/gemeinsam-wachsen/

  / Jobeinstieg
azur-Bewerberumfrage 2026: Teamkultur bleibt wichtig, Gehalt gewinnt an Gewicht

Eine aktuelle azur-Bewerberumfrage zeigt, dass der überwiegende Teil der Nachwuchsjuristinnen und -juristen nach dem Examen den Berufseinstieg in einer Kanzlei plant: Rund vier von fünf Befragten wollen dort starten, knapp die Hälfte sogar in einer Großkanzlei. Realistische Erwartungen prägen das Bild: Die Teilnehmenden rechnen mit anspruchsvollen Mandaten und einer hohen Arbeitsbelastung und planen im Schnitt etwa 53 Arbeitsstunden pro Woche. Beim Gehalt kalkulieren sie mit durchschnittlich 95 800 Euro Jahresbrutto, während in Wirtschaftskanzleien inzwischen rund 120 000 Euro gezahlt werden. Bei der Arbeitgeberwahl bleibt das Betriebsklima das wichtigste Kriterium, doch das Gehalt holt auf und wird inzwischen von 17,6 Prozent der Befragten als entscheidender Faktor genannt. Insgesamt suchen junge Juristinnen und Juristen ein ausgewogenes Gesamtpaket aus respektvollem Arbeitsumfeld, verlässlichen Perspektiven und einer Vergütung, die zum Arbeitspensum passt.
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  / Interview
Juristischer Arbeitsmarkt 2026: Geduld und neue Kompetenzen gefragt

Personalberaterin Saskia Kummerow beschreibt im Interview mit LTO die Lage am juristischen Arbeitsmarkt. Obwohl sinkende Absolventenzahlen und eine Pensionierungswelle den Markt grundsätzlich zum Arbeitnehmermarkt machen, dämpft die schwache Wirtschaftslage die Einstellungsbereitschaft von Kanzleien und Unternehmen, sodass Bewerberinnen und Bewerber mehr Geduld und mehrere Bewerbungen einplanen müssen. Chancen bieten vor allem Arbeitsrecht, Immobilien-, Bau- und Datenschutzrecht sowie Insolvenzrecht und alle Themen rund um KI und Legal Tech; weniger dynamisch sind dagegen Massenverfahren, Gesellschaftsrecht und M&A. Gute Noten bleiben wichtig, doch Kummerow betont, dass Teamfit, Motivation, ein routinierter Umgang mit Künstlicher Intelligenz und klare Kommunikation im Bewerbungsprozess zunehmend über den Zuschlag entscheiden – viele Verfahren scheitern, weil wochenlang keine Rückmeldung erfolgt. Außerdem führt der Einsatz von KI zu Produktivitätsdruck und die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Arbeitgeber ab Mitte 2026, Gehaltsspannen vor dem Vorstellungsgespräch offen zu legen. … [Weiterlesen auf lto.de]