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Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Rechtsabteilung
Verband | Berlin
Der Bundesverband der Deutschen Industrie ist keine Behörde im klassischen Sinne. Aber als Verwaltungsstation für Referendare ist er zugelassen, und ich habe das genutzt.
Der BDI vertritt die Interessen von rund 100.000 Unternehmen in Deutschland. Seine Rechtsabteilung befasst sich entsprechend mit nahezu allen Rechtsgebieten, die für die deutsche Industrie relevant sind: Handelsrecht, Umweltrecht, Steuerrecht, Europarecht, Regulierungsrecht. Das macht die Station breit aufgestellt, aber nie oberflächlich – jeder Bereich hat eigene Experten.
Ich war im Team Wirtschafts- und Europarecht eingesetzt. Meine Aufgaben umfassten die Analyse von EU-Gesetzgebungsvorhaben auf ihre Auswirkungen für die deutsche Industrie sowie die Vorbereitung von Stellungnahmen des BDI gegenüber Bundesministerien und der EU-Kommission.
Das ist lobbyrechtliche Arbeit im besten Sinne: faktenbasiert, juristisch fundiert, auf Dialog ausgerichtet. Ich lernte, wie man eine Stellungnahme schreibt, die in Brüssel tatsächlich gelesen wird – und was das von einem wissenschaftlichen Aufsatz unterscheidet.
Mein Betreuer war ein erfahrener Referent mit langjähriger Berliner Berufserfahrung. Er kannte die richtigen Türen und öffnete mir einige davon. Ich nahm an einer Sitzung einer Arbeitsgruppe teil, in der BDI-Vertreter und Vertreter mehrerer Bundesministerien über einen Gesetzentwurf diskutierten. Das war politisches Recht am lebenden Objekt.
Für alle mit Interesse an Wirtschaftsrecht, Verbänden oder dem Berliner Politikbetrieb: eine empfehlenswerte Station.
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