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Deutsche Bahn AG, Rechtsabteilung
Unternehmen | Berlin
Die Deutsche Bahn hat einen gemischten Ruf – das weiß ich, und das wissen alle. Aber die Rechtsabteilung ist davon weitgehend entkoppelt, und das Interessante ist: Rechtlich gesehen ist die Bahn ein faszinierendes Unternehmen.
Ich war in der Abteilung für Infrastruktur- und Regulierungsrecht tätig. Das Eisenbahnrecht ist ein eigenständiges, höchst spezialisiertes Rechtsgebiet: Streckenzugang, Netzentgelte, Regulierungsrecht der Bundesnetzagentur im Eisenbahnbereich, europäische Eisenbahnrichtlinien. Die meisten Juristen haben davon keine Ahnung – ich auch nicht, bevor ich dort anfing.
Was mir besonders gut gefiel: Die Bandbreite der Rechtsgebiete. Ich hatte in einer einzigen Woche Berührungspunkte mit Verwaltungsrecht, Europarecht, Vertragsrecht und Konzernrecht. Das ist ungewöhnlich und sehr lehrreich.
Mein Betreuer war ein Syndikusrechtsanwalt mit juristischen Doktortitel und tiefer Fachkenntnis. Er erklärte mir die Grundlagen geduldig und ließ mich dann an konkreten Fragen arbeiten – unter anderem an der Einschätzung eines Regulierungsverfahrens vor der Bundesnetzagentur.
Was ich einschränkend anmerke: Die Konzernbürokratie ist spürbar. Freigaben, Freigaben, und nochmals Freigaben. Das kostet Zeit und kann frustrieren.
Für alle, die Regulierungsrecht, Infrastrukturrecht oder Konzernrecht kennenlernen wollen: Diese Station bietet einen seltenen Einblick in ein oft unsichtbares Rechtsgebiet.
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