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Greenpeace Deutschland e.V., Rechtsabteilung

Verband | Hamburg

Diese Station stand schon seit dem ersten Semester auf meiner Liste. Umweltrecht, Naturschutz, strategische Klagen gegen Industrieunternehmen – das ist für mich kein trockenes Rechtsgebiet, sondern eines mit echtem gesellschaftlichem Gewicht. Und Greenpeace Deutschland in Hamburg hat meine Erwartungen übertroffen.

Die Rechtsabteilung von Greenpeace ist klein, aber schlagkräftig. Es gibt wenige Juristen, und jeder trägt Verantwortung. Als Referendarin wurde ich sofort eingebunden, ohne dass die Bedeutung der Themen dadurch relativiert wurde.

Ich arbeitete vor allem zu Fragen des europäischen Umweltrechts, konkret zu Klageverfahren vor deutschen Verwaltungsgerichten, die Greenpeace in Fragen des Naturschutzes und der Umweltverträglichkeitsprüfung führt. Die Rechtsfragen sind komplex: Unionsrecht, Verbandsklagerecht, das Verhältnis von nationalem Verwaltungsrecht zu europäischen Vorgaben. Aber genau das fand ich faszinierend.

Mein Betreuer war offen, kollegial und fachlich außerordentlich kompetent. Er erklärte mir die strategischen Überlegungen hinter Klageverfahren – warum man in manchen Fällen klagt, auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind, und warum man in anderen Fällen andere Wege wählt. Das war eine Perspektive, die ich in keiner Kanzlei so hätte bekommen können.

Einen Wermutstropfen gab es: Das Gehalt für Referendare ist natürlich überschaubar – wir reden von einer NGO, nicht von Freshfields. Wer mit Hamburg als teurer Stadt rechnet, sollte das einplanen. Aber für die inhaltliche Qualität lohnt es sich.

Absolute Empfehlung für alle, die Umweltrecht und Public-Interest-Litigation kennenlernen wollen.


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