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Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Behörde | Berlin

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zählt zu den einflussreichsten Bundesministerien. Wer hier eine Verwaltungsstation absolviert, bekommt ein Fenster in die Schnittstelle zwischen Recht, Wirtschaft und Politik – und das zu einer Zeit, in der diese Schnittstelle kaum spannender sein könnte.

Ich war in einem Referat tätig, das sich mit Energierecht und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Energiewende befasste. Das Thema war hochaktuell und entsprechend präsent in der Tagespresse. Mehrfach hatte ich das Gefühl, an Dingen zu arbeiten, über die wenig später in den Nachrichten berichtet wurde.

Meine Aufgaben reichten von der Ausarbeitung von Referatsvermerken über rechtliche Einschätzungen zu Gesetzgebungsvorhaben bis hin zur Vorbereitung von Antworten auf parlamentarische Anfragen. Letzteres war besonders lehrreich: Man lernt, wie Ministerien nach außen kommunizieren, welche Abwägungen dabei eine Rolle spielen und warum manche Fragen so beantwortet werden, wie sie beantwortet werden.

Mein Ausbilder war ein erfahrener Referatsleiter, der mir viel Vertrauen entgegenbrachte. Er ließ mich eigenständig arbeiten und gab mir anschließend fundiertes Feedback. Das schätzte ich sehr.

Was mich mitunter beschäftigte: Die Arbeitsabläufe in einem Bundesministerium folgen Regeln, die nicht immer auf den ersten Blick einleuchten. Mehrfach musste ich Vermerke in einem Format verfassen, das ich zunächst nicht kannte. Das Einarbeiten dauert. Wer das weiß und sich darauf einlässt, wird aber sehr gut ausgebildet.

Insgesamt eine empfehlenswerte Station mit echter Relevanz. Berlin ist außerdem eine Stadt, in der man als Referendar gut lebt.


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